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    Udo Marx

    Ich versuche mal :-)

    a.)

    Marktprozesstherorie:

    – Mittelpunkt = Wettbewerbsprozess

    – einige Annahmen der Neoklassik : aufgehoben,

    andere Annahmen : beibehalten

    – Marktteilnehmer verfĂŒgen nicht ĂŒber vollstĂ€ndiges Wissen und besitzen persönliche, sachliche, rĂ€umliche und zeitliche PrĂ€ferenzen (Unterschied zur Neoklassik)

    – Die im Marktprozess handelnden Wirtschaftssubjekte sind Anbieter und Nachfrager:

    Nachfrager : weiterhin Ziel der Nutzenmaximierung

    Anbieter: weiterhin Ziel der Gewinnmaximierung

    keine VerÀnderung der PrÀferenzen

    suchen nach fĂŒr sie vorteilhaften Tauschgelegenheiten, bei deren der sie sich jeweils besser stellen als vorher

    – Definition der vorteilhaften Gelegenheit wird von der subjektiven EinschĂ€tzung des Akteurs geprĂ€gt und seinem vorhandenen Wissen ĂŒber auf dem Markt angebotene / nachgefragte Gelegenheiten

    – Wirtschaftssubjekte verfĂŒgen bei der Entwicklung ihrer persönlichen PlĂ€ne nur ĂŒber unvollkommenes Wissen (Unterschied Neoklassik) :

    Unwissen ĂŒber am Markt vertretenen anbietenden oder suchenden Akteure (kennen nicht alle) und deren WirtschaftsplĂ€ne

    – Vorhanden sein eines Ungleichgewicht (Unterschied Neoklassik)

    Markt befindet sich immer im Ungleichgewicht.

    Nicht alle AnbieterplÀne finden eine Entsprechung in den NachfrageplÀnen.

    u.U. kommt es zum Verzicht auf eine Realisierung

    Findige Unternehmer suchen dennoch immer nach Tauschgelegenheiten, um

    Gewinne zu realisieren

    – Marktprozess = Lernprozess

    Wirtschaftssubjekte gewinnen Wissen ĂŒber PlĂ€ne der anderen Teilnehmer

    Aufgrund des erlernten Wissen finden VerÀnderungen ihrer eigenen PlÀne statt

    Neoklassik:

    – bekanntesten Marktmodelle der ökonomischen Theorie

    – vereinfachende Abbildung der RealitĂ€t

    – sehr vereinfachenden Annahmen

    vollstÀndige Information

    fehlende PrÀferenzen

    unendlich schnelle Anpassungsgeschwindigkeiten

    vollstÀndig rationale Entscheidungen

    – Ermöglichung eines grundlegenden VerstĂ€ndnis fĂŒr die Marktmechanismen

    – fragt nach Bedingungen, unter denen sich ein Gleichgewicht einstellt

    b.)

    – Der Anbieter möchte seinen Gewinn maximieren. Der Nachfrager seinen Nutzen. Deshalb suchen beide nach neuen Tauschgelegenheiten, bei denen sie sich gefĂŒhlt besser stellen als vor dem Tausch. Auch wenn Unwissenheit ĂŒber alle am Markt anbietenden / suchenden Akteure und deren WirtschaftsplĂ€ne vorliegt, versuchen findige Unternehmer eine Tauschgelegenheit zu finden, um (neue) Gewinne realisieren zu können. Hierbei ist der Wettbewerb der Anbieter bei der Suche nach attraktiven Tauschgelegenheiten eng mit dem unternehmerischen Element verknĂŒpft. Hierzu muss er nicht notwendigerweise Ressourcen-eigentĂŒmer sein.

    Auch im Fallbeispiel ist dies der Fall:

    Die Nachfrager möchten GegenstĂ€nde, wie z.B. Kleidung oder Autos, oder gar UnterkĂŒnfte in Hotels heutzutage nicht mehr kaufen. Der Trend geht zum Tauschen. Tauschen ist wichtiger als Besitz. Der Nachfrager erhofft sich durch den Tausch einen grĂ¶ĂŸeren Nutzen als vor dem Tausch oder beim Kauf. Sowohl derjenige, der tauscht, als auch derjenige, der etwas verleiht, kann profitieren. Auch wenn Anbieter diesen Trend anfĂ€nglich als Ärgernis sahen, haben sie begriffen, dass auch hiermit Gewinne realisiert werden können und sind auf diesen Trend aufgesprungen. Auch hier denkt er unternehmerisch. Ebenfalls stellt er die Plattform zu verfĂŒgt. Er ist nicht RessourceneigentĂŒmer der getauschten Objekte.

    – Von einem Unternehmen/einem unternehmerisches Element wird dann gesprochen, wenn ein Markthandelnder ĂŒber die FĂ€higkeit verfĂŒgt, neue attraktive Tauschgelegenheiten zu entdecken und diese gewinnbringend zu nutzen.

    – Die FĂ€higkeit des Unternehmers liegt darin, dass er neue Tauschgelegenheit bemerkt, die AttraktivitĂ€t erkennen und dies gewinnbringend nutzen kann.

    – Unterscheidung dreier Unternehmenstypen:

    Ressourcenkoordinator:

    nutzt attraktive Tauschgelegenheiten, indem er anderen Unternehmen, deren Angebot als attraktiv fĂŒr andere Marktteilnehmer einstuft, den Auftrag GĂŒter / Dienstleistung zu produzieren erteilt

    Gewinnerzielung durch Abschluss entsprechender VertrÀgen

    profitiert von der Diskrepanz zwischen den Preisen auf den Beschaffungs-/AbsatzmÀrkten (= Arbitragegewinne)

    Marktarbitrageur:

    erzielt Gewinne dadurch, dass er Unterschiede in AustauschprÀferenzen von Wirtschaftssubjekten ausgleicht und Angebots-/Nachfrageseite koordiniert

    Seine TĂ€tigkeit als „Marktöffner“ & „MarktĂŒberbrĂŒcker“ steigert Markttransparenz und trĂ€gt zur Senkung der Transaktionskosten bei.

    Informationsarbitrageur:

    Gewinne aus InformationsvorsprĂŒngen:

    sammelt und bĂŒndelt Informationen, um sie an entsprechende Marktbeteiligten weiterzuleiten

    Dadurch sind Informationen zugĂ€nglich, die vorher wegen sehr hoher Suchkosten nicht verfĂŒgbar waren.

    sichert sich durch den Erwerb/Weiterleitung neuer Informationen Wettbewerbsvorteile

    Nutzer kann ohne hohen Zeit- /Kostenaufwand Informationen zu verschiedenen Bereichen finden, zu denen er sonst keinen Zugang hÀtte.

    – Ja, Informationsarbitrageur.

    c.)

    FĂŒr den Tausch gibt es drei Bedingungen auf der Nachfragerseite:

    – Bedingung 1

    Eine Besserstellung des Nachfragers durch den Tausch muss stattfinden. Somit muss ein Wert fĂŒr ihn durch den Tausch geschaffen werden. Dieser Wert wird generiert, wenn der mit dem Angebot verbundene Nutzen grĂ¶ĂŸer ist als die damit verbundenen Kosten.

    – Bedingung 2

    Der Wert des Angebots/das VerhÀltnis von Nutzen und Kosten muss dem Anspruchsniveau des Nachfragers mindestens entsprechen.

    – Bedingung 3

    Der Nachfrager kauft bei dem Anbieter, der ihm den grĂ¶ĂŸten Wert bietet, d.h. der das fĂŒr ihn gĂŒnstigste VerhĂ€ltnis von Nutzen und Kosten bzw. den höchsten Service Value bietet.

    – Bezogen auf „Couch-Surfing vs. Hotelunterkunft“ besagen die Bedingungen folgendes:

    Der Nachfrager wĂŒnscht sich in diesem Fall eine Übernachtung.

    -> verschieden Möglichkeiten wie das Anmieten einer privaten Unterkunft oder die Übernachtung in einem klassischen Hotelzimmer

    -> Nutzer: durch die Schaffung eines Wertes besserstellen

    -> dafĂŒr: Kosten geringer als der Nutzen

    -> Da Couch-Surfing in der Regel gĂŒnstiger ist als eine HotelĂŒbernachtung, sind die Kosten hierbei geringer / Couch-Surfing : besserer Wert generieren lĂ€sst als beim Schlafen in einem Hotel

    -> bereits gute Erfahrungen mit „Couch-Surfing“ wird er dieses weiterhin nutzen

    -> Hat er noch gar keine Erfahrungen hiermit und steht vor der Wahl der Übernachtungsmöglichkeit, kommt es auf seine Erwartungen hat

    -> Nachfrager wird bei dem Anbieter kaufen, der ihm den grĂ¶ĂŸten Wert anbietet (fĂŒr ihn gĂŒnstigste VerhĂ€ltnis von Nutzen und Kosten bzw. höchsten Service Value).

    -> Da, wie in Bedingung eins bereits beschrieben, die Kosten des „Couch-Surfings“ in der Regel gĂŒnstiger sind als die Kosten einer HotelĂŒbernachtung, entsteht hier ein besseres VerhĂ€ltnis zwischen Nutzen und Kosten.

    – Nutzen resultiert fĂŒr den Nachfrager aus folgenden Aspekten:

    Dienstleistungsergebnis (hÀufig auch Vertragsgegenstand):

    hier die Übernachtung

    Dienstleistungsprozess (DurchfĂŒhrung des Austausches & Erstellung der Leistung besteht):

    hier z.B. freundliche Unterhaltung mit dem privaten Vermieter

    (Nach-)Nutzungsphase (Auftreten in Folgewirkungen der Dienstleistung(en)):

    hier z.B. gut gelaunt, da gut geschlafen

    – Auch fĂŒr die dem Nachfrager entstehenden Kosten sind die oben genannten Aspekte verantwortlich (Bezeichnung auch als Total Customer Costs):

    Dienstleistungsergebnis (hÀufig auch Vertragsgegenstand):

    hier Preis fĂŒr die Übernachtung

    Dienstleistungsprozess (DurchfĂŒhrung des Austausches & Erstellung der Leistung besteht):

    hier z.B. unfreundliche Vermieter

    (Nach-)Nutzungsphase (Auftreten in Folgewirkungen der Dienstleistung(en)):

    hier z.B. schlecht geschlafen, da die ganze Nacht LĂ€rm

    d.)

    – Um Wettbewerbsvorteile erzielen zu können, ist neben dem Vorhandensein einzigartiger, nicht imitierbarer und substituierbarer Ressourcen auch wichtig, dass die Ressourcen die ihnen innewohnenden wettbewerblichen Potenziale auch entfalten können. HierfĂŒr ist eine Organisation nötig.

    Die benannte Entfaltung zeigt sich in der Konfiguration wertschöpfender AktivitĂ€ten. Diese stellen die Basis fĂŒr Vorteile von Anbietern und Nachfragern dar. Aber auch fĂŒr die Unternehmensstrategie sind sie die Grundlage. FĂŒr die Ausgestaltung und Umsetzung von Wettbewerbsvorteilen bei Dienstleistungsunternehmen ist die strategische Wertschöpfungskonfiguration grundlegend.

    – Drei Konfigurationen im Dienstleistungsbereich:

    Wertkette

    Wertshop

    Wertnetzwerk

    – Konfigurationsart im Fallbeispiel: Wertnetzwerk

    e.)

    – Unterscheidung der Rechte nach Property-Rights-Theorie.

    „ius usus“:

    das Recht der Nutzung eines Guts und des Ausschlusses anderer vom Gebrauch dieses Guts

    „ius usus fructus“:

    das Recht, die ErtrÀge der Nutzung einzubehalten bzw. anzueignen

    „ius absus“:

    das Recht der Änderung von Form und Substanz des Gutes

    „ius successionis“:

    das Recht, das Gut einschließlich der daran bestehenden VerfĂŒgungsrechte ganz oder teilweise anderen zu ĂŒbertragen (z.B. verĂ€ußern)

    – Anbieter und Nachfrager möchten möglichst großen Nutzen realisieren. Dies ist nur ĂŒber die VerfĂŒgungsrechte möglich. Sie haben den Anreiz möglichst alle vier zu besitzen. Deshalb sollten diese genau formuliert sein. Fehlt die Definition einer dieser 4 Rechte, dann kommt es zu ErmessensspielrĂ€umen und Problemen auf beiden Seiten.

    – Rechte im Bezug auf „Carsharing“:

    „ius usus“: z.B. EigentĂŒmer der Autos vermietet diese nur an Kunden, die zuvor eine Mitgliedschaft bei seinem Carsharing-Unternehmen abgeschlossen haben

    „ius usus fructus: z.B. EigentĂŒmer hat das Recht, sich die ErtrĂ€ge aus der Überlassung der Autos an Kunden anzueignen

    „ius absus“: z.B. EigentĂŒmer kann neue Autos zur VerfĂŒgung stellen oder bestehende Autos umbauen lassen

    „ius successionis“: z.B. EigentĂŒmer verkauft einen Teil seiner Autos an einen GebrauchtwagenhĂ€ndler

    f.)

    Nur vollstĂ€ndig definierte Rechte bieten grĂ¶ĂŸstmöglichen Nutzen.

    -> Sind diese nicht außreichend spezifiert, kommt es zu Problemen, z.B. auf Seiten des Nachfragers (Dar er KFZ verĂ€ußern oder verĂ€ndern?). Es sind detaillierte VertrĂ€ge nötig. Es entstehen sonst hohe Transaktionskosten.

    „ius usus“: z.B. der Kunde wĂŒnscht das Fahrzeug um 6h morgen. Vermietung aber nur ab 09h möglich.

    „ius usus fructus“: z.B. ein Kunde mietet sich ein Auto. Er kommt auf die Idee mit diesem Auto Leute zu befördern und dafĂŒr ein Entgelt zu verlangen. Dieses darf er nicht behalten, da das Auto nicht ihm gehört.

    „ius absus“: z.B. Der Kunde mietet sich ein Auto fĂŒr einen Monat. In diesem lĂ€sst er eine neue Audioanlage installieren.

    „ius succesionis“: z.B. Kunde verkauft das Auto an einen Dritten.

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Antwort auf: Dienstleistungskonzeptionen EA 1 WS13
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